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Südtirol - Meran

Beinahe alles, was Rang und Namen hatte, kam früher zur Kur nach Meran in Südtirol. Mag das Publikum inzwischen auch etwa "normaler" sein - an Grandezza hat die Stadt an der Etsch nichts eingebüßt. Das ist die Stadt, nach der sich Ihre Augen und Füße sehnen.

Eine Stadt für Augenmenschen, nicht für Automenschen. Ich wundere mich über die Besucher, die noch glauben, Meran im eigenen Wagen schneller erkunden zu können als zu Fuß. Ich schlage Ihnen einen gemächlichen Sparziergang vor, ausgehend von der Kurpromenade.

Gegenüber das Grand Hotel Palace. Im 5 Sterne Hotel in Meran kehren gerne große Namen ein. Aber weiter mit unser Erkundungsreise. In eineinhalb Stunden sehen Sie das meiste schönste von Meran. Schlendern Sie anfangs flussaufwärts, und sehen Sie, was dieses Klima und eine phantasievolle Stadtgärtnerei hier wachsen lassen. Nach einer Pflanzenkomposition, die keinem Hobbyfotografenblick entgeht, kommen Sie auf die Winterpromenade, im Unterschied zu schattigeren Sommerpromenade auf der anderen Seite der Passer, wo die Kaiserin Sissi als Denkmal ihr kühles Ehrenplätzchen hat.

Zu ihren Zeiten nannte man Meran " das Nizza Österreich-Ungarns", suchte seine Sonne aber nur in der kälteren Jahreszeit, und zwar genau hier auf der Winterpromenade, entlang der so genannten Wandelhalle. Sie ist mit Bildern Südtiroler Landschaften, verziert vor allem aber mit den Pflanze, die sich an ihr emporranken. Dazu kommt noch das milde Klima Merans.

Das war sicher der Hauptgrund, warum auch andere Dichter und Schriftsteller gern und lange in Meran gewohnt haben. Merans zweiter Trumpf ist seine Einbettung in die landschaftliche Vielfalt! Hier scheint ein ganzer Kontinent auf engem Raum versammelt: Skandinavien und die Riviera, eisige Wüste und zärtliches Blütenland. Aber machen Sie sich selbst ein Bild von Meran. Der Aufenthalt lohnt sich bestimmt!

Von: H.Schraff ]


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